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Unser großartiges Eröffnungswochenende

Genauso kann ein Festival beginnen! Die Sonne hat sich wieder gezeigt am Himmel, als die Blasmusikkapelle von St. Georgen am Pfarrplatz unser Eröffnungskonzert zünftig einleitete und die Besucher und die Besucher willkommen hieß..

Nach ihrem fulminanten Erfolg vor zwei Jahren mit den Jahreszeiten von Vivaldi und Piazzolla stellte das Oberton String Octet – acht Spieler aus acht Nationen – seine große Klasse erneut unter Beweis. Jung, frech und mit ansteckender Dynamik im einleitenden Mozart Divertimento und klangschön und höchst emotional in Griegs Holberg-Suite. Nach der Pause und auch als Höhepunkt des Abends brillierten die acht Musiker mit Mendelssohns Streichoktett, einem Wunderwerk aus Musik und längst zum Welthit gewordenen Kammermusikwerk des nur 16jährigen Komponisten.

Die Begeisterung des Publikums führte mit Schuberts „Ständchen zu einer besonders berührenden und hervorragend für acht Instrumente arrangierten Zugabe.

Leben und Lebensfreude, mein Leitmotiv für diesen Sommer, konnten die begeisterten Besucher mit nach Hause nehmen.

Eine ganz große und einzigartige Künstlerin beehrte uns am drauffolgenden Sonntag im 4Kanter in Gampern: Erika Pluhar, charmant und überaus authentisch, eine Künstlerin, die aus ihrem Alter kein Geheimnis macht, und gerade deshalb mit jedem Wort überzeugt. Kleine Weisheiten zum Leben, mutmachende Statements zur Weltlage, und immer wieder ihr TROTZDEM!

Ihre ganz besonderen Lieder: Eigene Texte, einmal ein originell vertontes Wienerlied, dann wieder zauberhafte Vertonungen von ihrem portugiesischen Musikerfreund Antonio D'Almeida. Mit ihrem Lied „Trotzdem“, eine Nummer, die mittlerweile in jedem ihrer Programme ein Fixpunkt ist, fordert sie und bitte das Publikum auf, weiterzumachen, nie aufzugeben, sich auf die Füße zu stellen…

Selten ist es im Publikum so still! Standing Ovationes am Ende des Programms von einem begeisterten Publikum. Erika Pluhar gelingt es, die Menschen voll in ihren Bann zu ziehen und zu berühren. Gemeinsam mit ihren beiden Musikern, dem wunderbaren Klarinettisten Matthias Schorn, und dem Pianisten Roland Guggenbichler, präsentiert Erika Pluhar einen einzigartigen Abend. Hoffentlich gibt es noch viele davon!

 

Unsere zweite Festivalwoche

Kein Gewitter und kein Regen konnte die Besucher anhalten, um das idyllische Narzbergergut bis buchstäblich auf den letzten Platz und das letzte Eckerl zu füllen.

Startenor HERBERT LIPPERT und die PHILHARMONIA SCHRAMMELN präsentierten „Echt Wienerisches“ vom Feinsten. Fröhlichkeit, Melancholie, Schmunzeln, Hinterlistigkeit…alle Eigenschaften des typischen WienerS wurden überaus charmant in Töne gesetzt. Durch die mitreißende Moderation Herbert Lipperts übertrug sich die tolle Stimmung auf die gesamte Zuhörerschaft. Riesenbegeisterung und tosender Applaus - nur fröhliche Gesichter strömten am Ende wieder hinaus in den Regen…

 Natürlich kannte ich die einzigartige Band GANES aus Südtirol bestens, als ich sie zu unserem Festival einlud. Aber dass sie so einen wahrhaft überwältigenden Abend auf die Bühne bringen, machte selbst mich sprachlos!

Urig, raffiniert, flott, fetzig mystisch, einfallsreich, berührend – jede einzelne ihrer Nummern ist im Zusammenspiel der unterschiedlichen Klangwelten und der Freude Am-Musikmachen nicht zu toppen! So steht ein überirdischer Jodler wie selbstverständlich neben einem poppigen Volkslied, ein gruseliges Hexenlied neben einem wehmutsvollem Abschiedslied…gute Musik hat eben überall ihren Platz!! Und umso mehr, wenn man sie so interpretiert wie GANES!

Das Publikum ließ sich bis nach der letzten Zugabe (nach 1 Stunde 45 Minuten ohne Pause) mitreißen und bedankte sich mit stehenden Ovationen und konnte, dank des lauen Sommerabends, dieses Erlebnis vor der Halle bei einem Glas Wein Brezen froh ausklingen lassen.

Ein echtes Highlight unseres heurigen Sommerprogramms!

 Mit ALLES BRAHMS dann am Sonntag ein Genre, aber ein nur scheinbar anderes, in unserer Pfarrkirche. Mit der großartigen und sehr interessanten Beatrice Berrut am Klavier –zum ersten Mal bei uns zu Gast - flankiert von drei flotten Burschen an den Streichinstrumenten, Benjamin Herzl, Benjamin Mitterbauer und Matthias Bartolomey, erklangen zwei der schönsten Werke der Kammermusikliteratur.

Dass Brahms sich immer wieder sehr stark von der Volksmusik inspirieren ließ, ist allgemein bekannt. Seine zweite große Liebe zur ungarischen Musik zeigt er in seinem wohl populärsten Kammermusikwerk mit dem zündenden Zingarese- Satz seines Klavierquartetts.

Die jungen Künstler, voller Elan und Spielfreude, servierten ein gänzlich neues Brahmsbild – weit entfernt von der Schwere älterer Interpretationen, durchsichtig und beschwingt, leicht und duftig ist die Herangehensweise der jüngeren Generation. Eine großartige Interpretation, ein begeistertes Publikum!

 

 

Unser drittes Festivalwochenende

Zwei Marimbas in unserer Pfarrkirche…viele konnten sich das nicht so recht vorstellen…es wurde ein weiteres Highlight unseres Kultursommers!

Zwei absolute Meister an ihren Instrumenten – Christoph Sietzen und Bogdan Bacanu – stellten einem neugierigen und ebenso staunenden Publikum die große Breite an Klangschönheiten vor. Von Bachs zarter und durchsichtiger Triosonate (als Gast mit dabei Emiko Uchiyama vom Wave-Quartett) zum Zeitgenossen Takashi Yoshimatsu mit seinem „harten“ Atom Hearts Club, von einer sagenhaften Händel Chaconne zum mystischen Avo Pärt bis hin zu Piazzollas fetzigen Tango Suite als krönenden Abschluss. Unglaublich faszinierend die Präzision und große Musikalität vor allem die Spielfreude beider Künstler.

„Ich habe nicht gewusst, dass ein Marimba auch so schön singen kann“, so ein begeisterter Besucher im Anschluss an das Konzert.

Das trifft den Nagel auf den Kopf: durch die wunderbare Akustik in unserer Pfarrkirche konnte sich die enorme Vielfalt an Klangfarben entfalten. Ein total begeistertes und bereichertes Publikum tauschte sich noch lange am Pfarrplatz über das soeben Erlebte aus.

 

 

Mit dem Eintauchen ganz tief in die Seele des Urwieners begeisterte Publikumsliebling Ursula Strauss am darauffolgenden Sonntag im 4Kanter in Gampern. Das Publikum amüsierte sich königlich an den tiefgründigen Geschichten Hugo Wieners sowie den teils makabren Texten Christine Nöstlingers aus dem Wiener Striezi-Milieu.

Mit dabei das Ensemble CrossNova mit wienerischer Musik, in poppigen Arrangements ins 21. Jahrhundert geholt. Ein ganz neuer Sound von bekannten Nummern Georg Danzers („Schau Schatzi“), von Willi Resetarits, Roland Neuwirth („Der Mensch is a Pfusch“), Nöstlinger Vertonungen von Kurt Schwertsik („Olle Mauna“) u.a…, berührend gesungen vom CrossNova Mitglied Heidemaria Oberthür.

Ein fröhliches Publikum nach einem außerordentlichen Abend unserer „Kunst der Vielfalt“.

 

 

 

Festival-Wochenende Nr. 4

ALLES KLASSIK! im Schloss Kammer wurde nahezu gestürmt von unserem Publikum – viele Kartenwünsche mussten wir unerfüllt lassen.

Mit einem besonderen Programm war die Academia Allegro Vivo mit ihrem Leiter Vahid Khadem-Missagh bei uns zu Gast. Ungarisch eingerahmt der Beginn mit den mitreißend und feurig interpretierten 3 ungarischen Tänzen von Johannes Brahms und dem großartigen Divertimento für Streichorchester von Bela Bartok als Abschluss. Ein Meisterwerk des Komponisten, das neben Anleihen aus der ungarischen Volksmusik und einer raffinierten Rhythmik besonders durch den zentralen Trauermarsch auch die persönliche Befindlichkeit Bartoks zum Ausdruck bringt: dieses Werk entstand im Sommer 1939 in nur zwei Wochen – Bartok kehrte nicht mehr in sein Heimatland zurück und entschloss zur Emigration. Großartig und dynamisch musiziert von diesem fantastischen Streicherensemble!

Als Mittelstück stellte Jasminka Stancul, Stammgast unseres Festivals, mit Mozarts „Jeunehomme“-Konzert ihre große Musikalität unter Beweis: beeindruckende Virtuosität in den raschen Sätzen und berührende Kantilenen im herrlichen langsamen Mittelsatz. Große Begeisterung und Freude im bis auf den letzten Platz gefüllten Rittersaal.

 

Größer hätte der Kontrast im darauffolgenden Konzert mit PHILH BLECH WIEN nicht sein können. Ein Bläserklang der Extraklasse entführte das staunende Publikum in die Welt der Oper. Fulminant, die unglaubliche Virtuosität der Trompeter, die die halsbrecherischen Koloraturen in der Arie der Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte mit Bravour meisterten, berührend, der samtige weiche Bläserklang im Intermezzo aus Mascagni’s Cavaleria rusticana, wie verführerisch die Habanera aus Bizet’s Carmen von Posaunen gespielt klingen kann oder wie festlich kraftvoll der Triumphmarsch aus Verdi’s Aida den Saal durchflutete.

Als absolutes „i-Tüpfelchen“ war die charmante Moderation von Dr. Wilhelm Sinkovicz, der mit äußerst informativen Hintergrundgeschichten zu den einzelnen Stücken durch den Abend begleitete.

Die Begeisterung des Publikums nach jedem Konzert…Was gibt es für einen Veranstalter Schöneres…