Das dem heiligen Georg geweihte Gotteshaus wurde 1229 erstmals urkundlich erwähnt, die damalige Bausubstanz ist heute allerdings nur mehr in Resten sichtbar. Zwischen 1389 und 1496 wurde die Kirche in gotischem Stil neu errichtet, der leitende Baumeister verewigte sich mit seinem Meisterzeichen auf den Schlusssteinen im Gewölbe des zweischiffigen Langhauses. Besonderes Augenmerk verdienen die sorgfältig ausgeführten Steinmetzarbeiten, beispielsweise das reich verstäbte Südtor mit netzrippengewölbter Vorhalle oder das Westtor mit dem spätgotischen Gewände.
Die Kirche erfuhr im 18. Jahrhundert ihre Barockisierung, in deren Zuge auch der vormalige Wehrturm erhöht und mit einem Zwiebelhelm bekrönt wurde.
Das Hochaltarbild ist ein Werk Bartolomeo Altomontes aus dem Jahre 1753. Die Kanzel mit den Evangelisten und dem Guten Hirten wurde zwischen 1709 und 1713 in der Werkstatt Meinrad Guggenbichlers geschaffen, während die Pietà der Beichtkapelle, die zwei Engel des Marienaltares und die monumentale Kreuzigungsgruppe dessen Nachfolge zugeschrieben werden.
Die barocken Plastiken auf den Seitenaltären sowie das Triumphbogenkreuz wurden aus der 1862 in Salzburg abgebrochenen St. Andrä-Kirche hierher übertragen. Das auffällige Fresko in der Vorhalle, Sankt Georgen und Schloss Kogl darstellend, ist ebenfalls ein Werk aus der Barockzeit.
Zahlreiche künstlerische wertvolle Grabplatten zieren die Kirche, wie beispielsweise jene des Pfarrers Preuner in der Vorhalle (+ 1400). Eine stark abgewetzte Grabplastik an der Südseite des Langhauses gibt der Forschung ein Rätsel auf. Obwohl die Art der Darstellung der beiden Verstorbenen darauf schließen lässt, dass es sich um Angehörige der römischen Landbevölkerung nach der bayrischen Landnahme handelt, lässt sich eine noch zu erkennende Gewandfibel nicht mit jener Datierung in Einklang bringen.
In den Jahren 1983/84 wurde der gesamte Innenraum mit großem finanziellen und persönlichen Einsatz der Mitglieder der Pfarrgemeinde in denkmalpflegerisch hervorragender Weise renoviert.






